
Acryl auf Leinwand 200cm x 120cm
2024-01-A
Werkbeschreibung
Das Werk „Topografie der Wahrnehmung“ beschreibt das Spannungsfeld des gesellschaftlichen Zusammenlebens, das durch ein instabiles Gefüge aus Ordnung, Verschiebung und Erfahrung geprägt ist.
Ausgehend von einem modularen, farblich differenzierten Raster, das an eine spiralförmige, endlos wiederkehrende Schleife erinnert, organisiert sich ein Bildraum, der sich verschiebt, überlagert und in der Tiefe sich öffnet.
Die Struktur verweist auf Systeme der Ordnung – digitale Bildpunkte, kartografische Raster – und assoziiert zugleich ein soziales Gefüge. Einzelne aus dem Zusammenhang gelöste Elemente markieren Momente der Störung und der Neuformierung räumlicher Beziehungen. Brüche innerhalb dieser Ordnungen werden sichtbar und eröffnen Lesarten von Zugang oder Ausschluss zu Räumen, die wir bewohnen, durchqueren und erleben.
Der gesellschaftlich codierte Bildraum im Werk „Topografie der Wahrnehmung“ bleibt bewusst offen und unabgeschlossen. Es zeigt, wie Ordnung entsteht und kippt und macht deutlich, dass gesellschaftliche Transformationsprozesse befragt und verhandelt werden müssen.